ajopenbcIm Februar 2010 tingelte der damalige Außenminister durch die Medienlandschaft und betete mantramäßig die Botschaft vom verheirateten Familienvater mit 2 Kindern herunter, der weniger Geld zur Verfügung hätte als der Hartz-IV-Empfänger in gleicher Situation, der nicht arbeitet.

So lässt er sich dann auch von seiner Haus- und Hofzeitung (in der er damals so etwas wie eine ständige Kolumne hatte) zu speziell diesem Umstand befragen (klicken Sie hier).

Nicht mehr an seine Adresse, er ist mittlerweile gestorben:

Wer arbeitet, hat immer mehr Geld als derjenige, der nicht arbeitet

Sollte Ihnen dieser Satz nicht klar sein, lesen Sie vielleicht hier.

Man kann Hartz IV hassen, lieben oder ignorieren - den Machern war jedenfalls klar:

Der Verzicht auf Alimentation durch Arbeit muss auch finanziell bemerkbar sein.

Gäbe es nicht die Möglichkeit der ergänzenden Leistung, hätte Herr Westerwelle mit seiner Aussage möglicherweise Recht gehabt - aber die gab es damals auch schon und - wenn auch Außenminister - dieses Wissen stand ihm zur Verfügung (nehme ich zumindest mal an).

12 Jahre später irren sich die Politiker immer noch - oder wissen es nicht besser.

Bundesminister Heil propagiert als Zeichen des Respekts den Mindestlohn von 12 € als "den großen Schluck aus der Pulle" - ein Arbeiterslogan, der weder zu einem Politiker passt noch wahr ist.

Wir haben die unter dem Titel "Wer braucht schon 12 € Mindestlohn? analysiert - hier können Sie nachlesen.

Polemik, Öl-ins-Feuer-gießen oder nur mangelnde Information?

Welchen Beweggrund soll man sich für seine Politiker wünschen, wenn man nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat?

Adalbert Jablonski
Project Coordinator

 

   
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